News 11. April 2022

1.000 ausgestopfte Tiere in Lagerhalle gefunden

In der Nähe der spanischen Stadt Valencia wurde die größte - und eine vermutlich illegale - Trophäensammlung in einer Lagerhalle von der Guardia Civil beschlagnahmt.

Präparate - © Guardia Civil
© Guardia Civil

1090 Tierpräparate und 198 Elefantenstoßzähne wurden in einer Lagerhalle und in einem dreistöckigen Wohnhaus in Valencias Vorort Bétera gefunden. Polizisten baten den Eigentümer des 50.000 m² Anwesens um Einlass, dieser zeigte sich zuerst unwillig. Aufgrund eines richterlichen Untersuchungsbeschlusses musste der Unternehmer die Polizei, die den Tipp bekommen hatten, dass er dort etwas versteckt hält, aber eintreten lassen. Unter den ausgestopften Tieren fand sich: ein lebensgroßer Elefant, Eisbär, Löwen, bengalische Tiger, Panther, Krokodile, Geparden, Giraffen und ein weißes Rhinozeros sowie ein aus Krokodilleder überzogenes Sofa mit 20 Sesseln und Sofas, die auf Elefantenfüßen standen. Selbst Trophäen ausgestorbener Arten wie eine Säbelantilope oder solchen, die kurz davor standen wie die Mendesantilope befanden sich im Besitz des Unternehmers. Dieser gab an, "die meisten Exemplare" von seinem Vater geerbt zu haben. Dokumente, die das bezeugen, waren bisher unauffindbar, weshalb sich der Unternehmer schon deshalb schuldig machen könnte. Eine Altersschätzung der Präparate, ob diese aus Zeiten vor internationaler Schutzabkommen bedrohter Tierarten stammen, steht ebenso noch aus. Der Wert der Sammlung wird auf € 29 Mio. geschätzt. Dass niemand von der Anlieferung der Trophäen etwas mitbekam bzw. niemand außer dem Vater und seinem Sohn diese Sammlung betrachtet hatte, ist unglaubwürdig.