News 7. August 2023

Bayern: Unkomplizierte Bejagung von Fischotter

Ab 1. August dürfen in Bayern unkompliziert Fischotter entnommen werden, um Teichwirte vor Ausfällen zu bewahren.

Fischotter - © Karl-Heinz Volkmar
© Karl-Heinz Volkmar

Mit 1. August trat die Änderung der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetztes (AVBayJG) in Kraft. Dadurch wird eine Bejagung des Fischotters in festgelegten Regionen Bayerns erleichtert. Da die Fischentnahme durch den Fischotter laut dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) inzwischen für Teichwirte „existenzbedrohendes Ausmaß angenommen“ hatte, war dieser Schritt nötig. Die Schäden haben sich seit 2016 verzehnfacht, Teichwirte schlossen ihre Betriebe.
Deshalb wurde nun die Artenschutzrechtliche Ausnahmeverordnung (AAV) nach Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und das Jagdrecht in Bayern angepasst. Statement des StMELF: „Die maßvolle Entnahme zur Abwendung ernster fischwirtschaftlicher Schäden wird weder die Art selbst noch die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands des Fischotters in Deutschland beeinträchtigen.“
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) plant zur Zeit, gegen die Verordnung Klage einzureichen.