News July 31, 2020

Ernteschock: Jäger helfen Niederwild

Während der Sommermonate stehen Feldhase, Fasan, Rebhuhn und Co. durch das Abernten der Felder unter Druck. Jägerschaft und Landwirtschaft helfen.

Während der anhaltenden Trockenheit unterstützen JägerInnen das Wild mit zusätzlichen Tränken und Äsung.

Jägerschaft und Landwirtschaft kümmern sich um Deckung und Nahrung.

Äsung und Deckung gehen mit einem Schlag verloren und verursachen beim Niederwild den sogenannten Ernteschock. Um diesen abzufedern, haben die Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit Landwirten bereits im Frühjahr entsprechende Brachflächen angelegt. Im Juli säen sie zudem auf den abgeernteten Feldern Zwischenfrüchte aus, die jetzt aber auch bei der Ernte im Spätsommer die großen Nahrungs- und Deckungsverluste zumindest teilweise kompensieren. Das ist auch notwendig, denn stehen dem Niederwild nur wenige Flächen als Deckung zur Verfügung, lauern dort verstärkt Beutegreifer. Kommt es im Sommer zu länger anhaltender Trockenheit, befüllen die Jägerinnen und Jäger Tränken und legen Rüben vor, um das Niederwild ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen.

Die Vegetation ist im Frühsommer in der Regel am üppigsten, was den Reviergang zunehmend erschwert. Da heißt es für den Jäger Ärmel hochkrempeln: Hauptsächlich gilt es, Wildäsungsflächen und Reviereinrichtungen zu pflegen. Verwachsene Pirschsteige müssen zudem ausgeschnitten und wieder passierbar gemacht werden. Auch der Wildwuchs an den Leitern der Hochsitze gehört zurückgestutzt, um ein sicheres Auf- und Absteigen zu ermöglichen.

Umfriedung von Maisäckern beugt Wildschäden vor

Um Wildschäden vorzubeugen, werden im Juli Äcker umzäunt. Das Risiko von Wildschäden ist vor allem bei Maiskulturen hoch. Die freien Äcker sind für die Wildschweine ein wahres Schlaraffenland, da die Maiskolben den Tieren dort sprichwörtlich in den Wurf wachsen. Umso verständlicher ist das Bestreben der Landwirte, die Flächen durch Zäune zu schützen. Jägerinnen und Jäger stehen den Bauern beim Aufbau der Zäune mit helfender Hand und Expertise zur Seite.

Tipp: WEIDWERK-Reportage zum Thema Jagd & Social Media

Wie es der Jägerschaft gelingt, im Social Web die Vielfalt der Jagd zu zeigen und informative jagdliche Inhalte zu veröffentlichen, ist in der Reportage "Jagd nach Likes: Verantwortung im Web" nachzulesen. Die Verfasserin ist die Akademische Jagdwirtin Christine Fischer. Der Text ist im Juli-WEIDWERK erschienen und hier auf unserer Website im Volltext nachzulesen. Der Folder "Richtig Posten: Ein Leitfaden für die Jägerschaft" kann hier kostenlos heruntergeladen werden.