News May 26, 2021

Erstmals sichtbar: die Leistungen der Jäger

Neue Plakatkampagne: Der Niederösterreichische Jagdverband macht die umfangreichen Leistungen der Jägerschaft sichtbar.

Neue Kampagne des NÖ Jagdverbandes macht die Leistungen der Jägerschaft sichtbar - © NÖ Jagdverband

Jägerinnen und Jäger übernehmen Verantwortung für wildlebende Tiere, indem sie Lebensräume entwickeln und die Wildtiergesundheit sichern. Diese Leistungen kommen in großem Umfang auch der Gesellschaft zugute und machen das Handwerk Jagd zu einem Stück von Niederösterreich. Anlässlich des Tags der Jagd am 15. Mai macht der NÖ Jagdverband daher die vielfältigen Aufgaben der Jägerschaft, die oft im Hintergrund stattfinden, nun für die Bevölkerung sichtbar. Der NÖ Jagdverband präsentierte dazu eine neue Plakatkampagne, die in der zweiten Mai-Hälfte an 318 Stellen in Niederösterreich zu sehen sein wird. Eine weitere Kampagne mit ebenfalls zwei Sujets ist im Herbst geplant.

"Die Jägerinnen und Jäger kommen einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben nach. Viele der Maßnahmen kommen dabei nicht nur den Wildtieren zugute, sondern der gesamten Flora und Fauna sowie der Gesellschaft. Um diese Leistungen der Jägerinnen und Jäger vor den Vorhang zu holen, richtet der NÖ Jagdverband mit einer Informationskampagne den Scheinwerfer auf jene Bereiche der Jagd, die im Hintergrund stattfinden“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. „Vieles, was in Niederösterreich als gegeben hingenommen wird – von der Gestaltung der Kulturlandschaft über Tradition und Brauchtum bis hin zu gesunden Wild- und Haustieren –, ist der Arbeit der Jägerinnen und Jäger zu verdanken. Das greifen wir mit der Kampagne auf.“

Jägerinnen und Jäger kommen Anspruch nach Biodiversität nach

„Wir wollen Bewusstsein für die Leistungen der Jägerinnen und Jäger schaffen. Denn sie entwickeln Lebensräume für Wildtiere, die einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten, und sichern die Vitalität der Ökosysteme vor allem in Zeiten des Klimawandels. Die Menschen profitieren dabei auch von vielfältig und naturnah gestalteten Naherholungsräumen“, so die Generalsekretärin des NÖ Jagdverbands, Sylvia Scherhaufer, zum Plakat mit demTitel „Lebensräume schaffen“. Sie verweist dazu auch auf die Wildökolandaktion, im Zuge derer seit 1967 insgesamt 3,65 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt wurde. Damit könnte man die Strecke Wien-Athen auspflanzen.

Aber auch in den Niederwild-Versuchsrevieren sowie allen anderen Revieren in Niederösterreich werden ganzheitlich Lebensräume geschaffen und miteinander verbunden. Das Bild für das Plakat ist im Niederwild-Versuchsrevier Zillingdorf im Bezirk Wiener Neustadt entstanden. Hier arbeiten Gemeinde, Jägerschaft und Landwirte seit vielen Jahren gemeinsam zusammen. Sie haben Feuchtbiotope, Remisen und andere Biotope geschaffen sowie zahlreiche Bäume, Sträucher, Hecken und Brachflächen gepflanzt und angelegt. „Von den Teichen profitieren z.B. Federwild sowie Reptilien und Amphibien. Blühflächen, Wildäcker, Remisen und kleine Biotope sind Lebensraum für Hasen und Fasane sowie für Insekten, Bienen und andere Tierarten. Insbesondere während Hitzeperioden im Sommer finden sie dort Schatten, Nahrung und Zuflucht. Die Jägerinnen und Jäger kommen damit dem Wunsch der Gesellschaft nach mehr Biodiversität und einer vielfältigen Kulturlandschaft nach“, so Scherhaufer.

Wildtiergesundheit: Menschen und ihre Vierbeiner als Nutznießer

Eine zweite wichtige Aufgabe ist die Gesunderhaltung der Wildtierbestände. Dazu zählt das Entnehmen von kranken und seuchenverdächtigen Tieren, aber auch die Untersuchung von Fallwild. Dazu arbeitet der NÖ Jagdverband mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) zusammen. Die Jägerinnen und Jäger übermitteln in Transportboxen Fallwild an das FIWI, das es auf unterschiedliche Krankheiten untersucht, und erhalten anschließend den Befund. Unter Fallwild versteht man totes Wild, das nicht erlegt wurde. Die untersuchten Tiere sind zu einem großen Teil Füchse und Feldhasen, da bei diesen beiden Wildtierarten bei bestimmten Krankheiten die Gefahr einer Übertragung auf den Menschen und vor allem Hunde besteht. Das ist das Thema des zweiten Plakats mit dem Titel „Für gesunde Wildtiere“.