News January 4, 2022

Was bringt die Ampelkoalition für die Jagd?

Quo vadis, venatio? Das könnte die neue deutsche Regierung den Jägern zukünftig bringen:

Niederwildtreibjagd im Nebel - © Fritz Wolf

Wie schon in vielen, nicht nur in deutschen, Wahlkampfthemen hat die Jagd meist nicht die oberste Diskussionspriorität, obwohl sie trotzdem von zahlreichen politischen Agenden betroffen ist. So war auch im Koalitionsvertrag der neuen deutschen Ampel-Koalition, die am 8. 12. 2021 vereidet wurde, das Wort Jagd nirgends zu finden. Dennoch kann es in Zukunft einige Berührungspunkte geben:

  • Waffenrechtlich soll es, laut Bundesministerium des Innern und für Heimat, im Jagdwesen vorerst keine Änderungen geben. Die Neuerungen der letzten Jahre will man evaluieren und bestehende Kontrollsysteme gemeinsam mit Schützen- und Jagdverbänden besser gestalten.
  • Im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) wird der bisher gemäßigte Umgang mit der Jägerschaft vermutlich verschärft werden. Im Koalitionsvertrag liest man zum Beispiel zum Dauerbrenner Wolf: "Das Zusammenleben [...] sei so zu gestalten, dass trotz noch steigender Wolfspopulation möglichst wenig Konflikte auftreten." Man wolle den Ländern europarechtskonform ein regional differenziertes Bestandsmanagement ermöglichen.
  • Durch die neue Besetzung im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung fürchtet man, dass die deutsche Jägerschaft auf taube Ohren trifft aufgrund der bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den neu gewählten Funktionären.