Am 18. August 2025 wurde in Niederösterreich ein seltener Gast gesichtet: Ein junger Elch – mittlerweile unter dem Namen „Emil“ bekannt – tauchte im Bezirk Mistelbach in Straßennähe auf. „Er war sowohl in Großkrut als auch in Poysdorf unterwegs“, berichtet Bezirksjägermeister Ing. Christian Oberenzer. Die auffällige Elchsichtung zieht seitdem immer größere Kreise – sowohl geografisch als auch medial.
Bevor Emil in Österreich auftauchte, wurde er bereits in Polen und Tschechien beobachtet. Nun hat er sich offenbar auf Elchwanderung durch das Weinviertel bis in den Großraum Wien begeben. Laut FIWI-Leiterin Dr. Claudia Bieber seien solche großräumigen Wanderbewegungen beim Elchwild grundsätzlich nicht ungewöhnlich – auch wenn Österreich mit seinem vergleichsweise milden Klima und zerschnittenen Lebensräumen kein idealer Elch-Lebensraum sei.
Trotz gelegentlicher Elchvorkommen im Wald- und Weinviertel bleibt die Sichtung eines Elchs in Österreich ein echtes Naturschauspiel und eine Seltenheit. Elch Emil, der wenig Scheu zeigt, ist mittlerweile zum viralen Social-Media-Phänomen geworden.
Warnung: Elch im Straßenverkehr – Gefahr für Mensch und Tier
So faszinierend eine Begegnung mit einem Elch auch sein mag: Sie kann gefährlich werden. Besonders im Straßenverkehr ist große Vorsicht geboten. Ein ausgewachsener Elch kann bis zu 500 Kilogramm auf die Waage bringen und ist aufgrund seiner langen Läufe für Autofahrer höchst gefährlich. Kollisionen mit Elchen enden oft schwer oder sogar tödlich – für Mensch und Tier. Auch das Annähern zwecks Foto- oder Videoaufnahmen wird ausdrücklich nicht empfohlen. Wildtiere verdienen Respekt und Abstand. Gestresst ist das junge Tier ohnehin schon genug …
