Damit du weißt, was es im Revier Neues gibt, vergiss nicht, im Jagdkalender zu schmökern.
Tage der Jagdruhe 2026
1. 1. Neujahrstag – gebietsweise jagen erlaubt
3. 4. Karfreitag
5. 4. Ostersonntag
25. 5. Pfingstsonntag
1. 11. Allerheiligen
2. 11. Allerseelen – gebietsweise jagen erlaubt
24. 12. Heiliger Abend – gebietsweise jagen erlaubt
25. 12. Christtag
Lostage
8.6.: Wie das Wetter am Medardus fällt, es bis Monatsende hält.
15.6.: St. Veit legt das Blatt auf die andere Seit‘.
27.6.: Ist der Siebenschläfertag nass, regnet’s ohne Unterlass.
Bauernregeln
Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind.
Was ist los im Revier?
Rehwild. Mit Ende der Setzzeit sind Schmalreh und Jährlinge üblicherweise bereits von den Geißen abgeschlagen, wobei Schmalrehe häufig noch in der Nähe der Geißen bleiben. Die Rehe kommen im Juni seltener als noch im Mai in Anblick, was unter anderem der dichter gewordenen Vegetation geschuldet ist. Auch die Böcke, die im Mai noch ihre Territorien markiert und verteidigt haben, sind nun in der Feistzeit heimeliger. Sie ziehen sich zurück und legen sich essenzielle Feistreserven für die bevorstehende Brunft an.
Rotwild. Mit dem Ende der Hauptsetzzeit im Juni schließen sich die Schmaltiere und -spießer wieder dem Alttier an, um gemeinsam mit den anderen Familienverbänden die Kahlwildrudel zu bilden. Je offener der Lebensraum des Rotwildes ist, desto größer können solche Kahlwildrudel werden. In den Hochlagen der Alpen sind Kahlwildrudel mit einer Größe von etwa dreißig Stück keine Seltenheit. Grund der hohen Dichte auf Freiflächen ist das Mehraugenprinzip, das dabei hilft, Feinde frühzeitig zu erkennen.
Gamswild. Gamsgeißen setzen ihre Kitze meist Anfang des Monats. In dieser Zeit verlassen die Geißen das Rudel und ziehen sich in tiefer gelegene Einstände zurück, um – geschützt vor den Adlern – das Kitz zur Welt zu bringen. Nur wenige Tage nach dem Setzen schließen sich die Geißen wieder dem vertrauten Rudel an. Nach und nach ziehen sie wieder weitere Kreise beim Aufsuchen von Äsungsflächen und übergeben den Nachwuchs sogar für kurze Zeit der Obhut einer anderen Geiß.
Murmeltier. Auch beim Murmeltier gibt es Nachwuchs: Nach einer Tragzeit von etwa 34 Tagen werden im Juni 2 bis 7 Jungtiere im Bau geworfen. Die zu Beginn noch nackten, blinden, zahnlosen und tauben Affen entwickeln sich rasch weiter und verlassen nach rund 40 Tagen den Bau. Ab diesem Zeitpunkt sind sie von der Muttermilch entwöhnt und ernähren sich wie Bär und Katz. Gerade in den ersten Tagen außerhalb des Baus fallen viele Affen durch ihr unvorsichtiges Verhalten den Adlern zum Opfer.
Rebhühner. Für das Gesperre ist der Juni die riskanteste Zeit im Kampf ums Überleben. Neben den landwirtschaftlichen Faktoren – Erntemaschinen, Spritzmittel, Monokulturen, etc. spielt auch das Wetter eine wesentliche Rolle. Bei langandauernden Regenfällen in Begleitung von Kälte ist es der Henne nicht möglich, alle Küken trockenzuhudern.
Schusszeiten im April
Wien:
Bisamratte, Dachs, Damwild: Schmalspießer, Schmaltiere, Fuchs, Marderhund, Muffelwild, Rehwild: Rehbock und Jahrlinge, nicht führende Rehgeiß bzw. Schmalgeiß, Rotwild: Schmaltiere und Schmalspießer, Waldiltis, Waschbär, Wiesel, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).
Niederösterreich:
Dachs ab 16., Damwild: Schmaltier und Schmalspießer, Fuchs, Marderhund, Muffelwild, Nilgans, Rehwild: Jahrlingsbock, Schmalgeiß, älterer Bock, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, Sikawild: Schmalspießer, Schmaltier, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wiesel, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).
Burgenland:
Dachs, Damwild: Schmaltier, Fuchs, Großes Wiesel, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rehwild: Rehbock (Klasse I und II), Schmalgeiß, Rotwild: Schmaltier, Schmalspießer, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (ausgenommen säugende Bache).
Auf Grund der genannten Umstände sind Nutria als Raubzeug im Sinne des Burgenländischen Jagdgesetzes 2017 idgF anzusehen.
Oberösterreich:
Aaskrähe (Junggesellentrupps)*, Fuchs und Jungfuchs, Gamswild (nur Einjährige), Marderhund, Mink, Muffelwild: Widder, Rehwild: Rehbock, Schmalreh, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, Sikawild, Waschbär, Wildschwein (säugende Bache geschont!)
*Sonderregelung Artenschutzverordnung
Steiermark:
Dachs, Damwild: Schmaltiere und Schmalspießer, Edelmarder, Fuchs, Großes Wiesel, Kleines Wiesel, Marderhund, Rehwild: Rehbock, nicht führende Rehgeiß und Schmalgeiß, Rotwild: Schmaltier, Schmalspießer, nicht führendes Rottier, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!)
Kärnten:
Dachs, Fischotter**, Biber**, Fuchs, Marderhund, Rehwild*: Rehbock, Schmalrehe, nicht führende und nicht tragende Rehgeiß, Rotwild*: Hirsche der Klasse III–einjährig-Schmalspießer, nicht führendes Rottier, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).
* nur im Rahmen des Abschussplanes
** Siehe Verordnung der Landesregierung vom 10.12.2024 und 25.3.2025.
Salzburg:
Bisamratte, Fuchs, Marderhund, Muffelwild, Nutria, Rackelwild bis 15., Rehwild: Rehbock, Schmalgeiß, nicht führende Rehgeiß, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache ab 16.).
Tirol:
Birkhahnen bis 15. eingeschränkt auf maximal 15 Tage, Fuchs, Goldschakal, Marderhund, Muffelwild: Schaf und Lamm, Widder Kl. III, Rehwild: Schmalgeiß und nicht führende und nicht beschlagene Rehgeiß, Rehbock Kl. I, II, III, Rotwild: Schmalspießer (einjährig), nicht führendes und nicht beschlagenes Rottier, Steinmarder Waldiltis, Waschbär, Wildschwein.
Vorarlberg:
Bisamratte, Jungdachs, Jungfuchs, Marderhund, Rehwild: Rehbock, Schmalgeiß, nicht führende Rehgeiß, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, nicht führendes Rottier, Rottier und Kalb (Randzone) ab 16., Waschbär, Wildschwein.




