Jagdkalender

Ein wenige Tage altes Rehkitz duckt sich bei Gefahr.
Rehkitz © Dieter Hopf

Damit du weißt, was es im Revier Neues gibt, vergiss nicht, im Jagdkalender zu schmökern.

Tage der Jagdruhe 2026

1. 1. Neujahrstag – gebietsweise jagen erlaubt

3. 4. Karfreitag

5. 4. Ostersonntag

25. 5. Pfingstsonntag

1. 11. Allerheiligen

2. 11. Allerseelen – gebietsweise jagen erlaubt

24. 12. Heiliger Abend – gebietsweise jagen erlaubt

25. 12. Christtag

Lostage

1.5.: Regnet‘s am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag.

12.-15.05.: Vor Nachfrost du nicht sicher bist, bis Sophie (15. Mai) vorüber ist.

Bauernregeln

Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.

Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.

Was ist los im Revier?

Rotwild. Ab Mitte Mai bereiten sich die hochbeschlagenen Rottiere aufs Setzen vor. Sie schlagen die vorjährigen Kälber – nunmehr Schmaltiere und -spießer – ab und entfernen sich vom Rudel. Nach einer Tragzeit von 235 Tagen wird der Nachwuchs gesetzt, wobei der Setzakt sowohl im Stehen als auch im Liegen stattfinden kann. Im Durchschnitt dauert dieser etwa drei Stunden. Das Gewicht der Kälber variiert je nach Geschlecht, liegt aber in der Regel zwischen 6,5 und 13 kg.

Rehwild. Auch beim Rehwild ist Nachwuchs angesagt. Im Gegensatz zum Rotwild werden jedoch oft Zwillinge gesetzt. Das Geschlecht der Kitze wird von der Kondition der Geiß beeinflusst – eine gute Kondition sorgt meist für weiblichen Nachwuchs. Auch der Haarwechsel ist bereits in vollem Gange: Während sich einjährige Stücke in den nächsten Wochen schon im Sommerhaar präsentieren, sind hochbeschlagene bzw. bereits führende Geißen noch im grauen Winterhaar anzutreffen.

Auerwild. Die Hauptbalz klingt zu Monatsbeginn aus und die Auerhennen beginnen mit dem Eierlegen. Erst wenn das Gelege (in der Regel 4 bis 12 Eier) vollständig ist, beginnen die Hennen mit dem Brüten. Das Ausbrüten dauert etwa 26 Tage. Vor allem in den ersten Lebenstagen bildet tierisches Eiweiß in Form von Insekten die Lebensgrundlage für die Küken.

Birkwild. Je nach Seehöhe des Birkwild-Lebensraumes und Schneelage findet Anfang bis Mitte Mai die Hauptbalz statt. Balzen die Birkhahnen anfangs noch verteilt in der Balzarena, so drängen sie beim Erscheinen der Hennen immer mehr in das Zentrum des „Platzhahnes“. Dabei provozieren die Hennen mit ihrem lauten Locken die Hahnen. Die Hennen streben nach dem dominanten Hahn und lassen sich meist nur von diesem treten – es herrscht Damenwahl.

Fasan. Nach gut drei Wochen Brutzeit schlüpfen Anfang Mai die ersten Fasanküken. Beim Nachwuchs handelt es sich um Nestflüchter, die von Anfang an der Henne folgen. In den Anfangsmonaten ist der Bedarf an tierischer Nahrung hoch. Diese fördert die Entwicklung von Knochen und Gefieder. Bereits bei den eintägigen Küken kann man das Geschlecht bestimmen: Den Hahnen fehlt es um den Augenbereich – den zukünftigen Rosen – an Befiederung.

Schusszeiten im April

Wien:
Bisamratte, Damwild: Schmalspießer, nicht führende Schmaltiere, Fuchsrüde, Marderhund, Rehwild: Rehbock und Jahrlinge, nicht führende Rehgeiß bzw. Schmalgeiß, Rotwild: Schmaltiere und Schmalspießer, Waldiltis, Waschbär, Wiesel, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).

Niederösterreich:
Auerhahn, Damwild: Schmaltier und Schmalspießer, Fuchs, Marderhund, Nilgans, Rackelhahn, Rehwild: Jahrlingsbock, älterer Bock ab 16., Schmalgeiß, Rotwild: Schmalspießer und Schmaltier, Sikawild: Schmalspießer und Schmaltier, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wiesel, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).

Burgenland: 
Damwild: Schmaltier, Fuchs, Großes Wiesel, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rehwild: Rehbock (Klasse I und II), Schmalgeiß, Rotwild: Schmaltier, Schmalspießer, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (ausgenommen säugende Bache), Wildtruthahn. Auf Grund der genannten Umstände sind Nutria als Raubzeug im Sinne des Burgenländischen Jagdgesetzes 2017 idgF anzusehen.

Oberösterreich: 
Aaskrähe (Junggesellentrupps)*, Jungfuchs und Fuchs ab 16., Gamswild (nur Einjährige), Marderhund, Mink, Rackelhahn, Rehwild: Rehbock (Klasse III), Schmalreh, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, Sikawild, Waschbär, Wildschwein (säugende Bache geschont!),
*Sonderregelung Artenschutzverordnung

Steiermark:
Dachs, Damwild: Schmaltiere und Schmalspießer Edelmarder, Fuchs, Marderhund, Rehwild: Rehbock*, Schmalgeiß, nicht führende Rehgeiß*, Rotwild: Schmaltiere und Schmalspießer ab 15., Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).
*Bezirksweise Regelungen

Kärnten: 
Auerhahn*** ab 10., Birkhahn ab 10.***, Fischotter**, Biber**, Fuchs, Marderhund, Rehwild*: Rehbock (Klasse B), Schmalrehe, nicht führende und nicht tragende Rehgeiß, Rotwild*: Hirsche der Klasse III-einjährig-Schmalspießer, nicht führendes Rottier, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).
* nur im Rahmen des Abschussplanes
** Siehe Verordnung der Landesregierung vom 10.12.2024 und 25.3.2025.
*** Siehe Verordnung der Landesregierung vom 25.3.2025

Salzburg:
Bisamratte, Fuchs ab 16., Marderhund, Nutria, Rackelwild, Rehwild: Rehbock (Klasse III, im Grenzgebiet zu Deutschland auch Klasse II und I), Schmalreh, nicht führende Rehgeiß, Rotwild: Schmalspießer, Schmaltier, Waschbär, Wildkaninchen, Wildschwein (führende Bache geschont!).

Tirol: 
Auerhahn (in ungeraden Jahren) bis 15. eingeschränkt auf maximal 15 Tage, Birkhahn eingeschränkt auf maximal 15 Tage, Fuchs, Goldschakal, Marderhund, Muffelwild: Schaf und Lamm, Widder Kl. III, Rehwild: Schmalgeiß und Rehbock Kl. III (einjährig), nicht führende und nicht beschlagene Rehgeiß. Rotwild: Schmalspießer und Schmaltier (einjährig), nicht führendes und nicht beschlagenes Rottier, Steinmarder, Waldiltis, Waschbär, Wildschwein.

Vorarlberg:
Bisamratte, Jungdachs, Jungfuchs, Marderhund, Rehwild: Schmalgeiß, Bockjahrling, nicht führende Rehgeiß, Rotwild: Schmaltier und Schmalspießer (Randzone) ab 16., Waschbär, Wildschwein.

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