Damit du weißt, was es im Revier Neues gibt, vergiss nicht, im Jagdkalender zu schmökern.
Tage der Jagdruhe 2026
1. 1. Neujahrstag – gebietsweise jagen erlaubt
3. 4. Karfreitag
5. 4. Ostersonntag
25. 5. Pfingstsonntag
1. 11. Allerheiligen
2. 11. Allerseelen – gebietsweise jagen erlaubt
24. 12. Heiliger Abend – gebietsweise jagen erlaubt
25. 12. Christtag
Lostage
03.11.: Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß.
Bauernregeln
Gefriert im November schon das Wasser, wird der Januar umso nasser.
Was ist los im Revier?
Rehwild. Die meisten Rehböcke werfen nun im November ihr Geweih ab, lediglich Jährlinge tragen es noch mehrere Wochen bis in den Dezember hinein. Bei den Riegeljagden ist somit besondere Vorsicht beim Ansprechen geboten. Jedoch ist die Trophäe am Haupt des Rehwildes nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern: Der Pinsel des Bockes und die Schürze der Geiß geben beim genauen Hinsehen sehr schnell Gewissheit, welches Stück vor einem durch das Unterholz wechselt.
Rotwild. Die Wintereinstände sind meist nicht in unmittelbarer Nähe der Brunftplätze, sondern oft weit davon entfernt. Mittlerweile sind sie vom Rotwild – die Rudel sind nach Geschlechtern getrennt – bezogen worden. Erblickt man einen starken Hirsch, so ist es nicht ungewöhnlich, dass er in Begleitung von jüngeren und schwächeren Stücken ist. Wirft man einen Blick in höher gelegene Reviere, so kann man mancherorts bereits eine durchgehende Schneedecke erkennen. Bei dem dort lebenden Rotwild läuft der Organismus bereits im Energiesparmodus, um die kalten Wintermonate überdauern zu können. Störungen können sich in der dunklen Jahreszeit besonders negativ auf die Stücke auswirken und darüber hinaus Wildschäden provozieren.
Gamswild. Zwar sinken die Temperaturen im November merkbar, was die hitzigen Gemüter der Gamsböcke aber keineswegs trübt – die Brunft steht bevor. Schon zu Monatsbeginn gesellen sich die bis dahin heimeligen, alten Böcke zu den Scharwildrudeln. Sie präsentieren sich an den höchsten Gebirgsgraten, um einen guten Überblick über das Terrain zu bekommen und herannahenden Konkurrenten unmissverständlich zu kommunizieren, dass sie der Platzbock sind. Schwache Böcke werden dadurch umgehend vertrieben. Bei ebenbürtigen Kontrahenten kann es zu Verfolgungsjagden und Kämpfen kommen.
Rotfuchs. Die Aktivität der Mäuse – die Hauptnahrungsquelle der Füchse – nimmt gegen Jahresende immer weiter ab. Sowohl Fallwild als auch Früchte sind in der kalten Jahreszeit rar geworden. Daher lassen sich die Füchse vermehrt bei Luderplätzen blicken. Diese Chance sollten sich ambitionierte Jäger nicht entgehen lassen. Der Balg ist nun reif, wodurch hochwertige Fuchsbälge erbeutet werden können.
Schusszeiten im November
Wien:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Fasan, Feldhase, Fuchs, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild: nicht führende Rehgeiß bzw. Schmalgeiß, Rehgeiß und Kitz, Rotwild, Sikawild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wiesel, Wildenten: Stock-, Reiher-, Schell- und Tafelente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
Niederösterreich:
Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Eichelhäher*, Elster*, Fasan*, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Marderhund, Muffelwild, Nebelkrähe*, Nilgans, Rabenkrähe*, Rackelhahn, Rebhuhn*, Rehwild: Schmalgeiß, sonstige Geißen und Kitze, Rotwild, Sikawild, Steinmarder, Steinwild, Waldschnepfe, Waschbär, Wiesel, Wildenten: Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Schellente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Waldiltis, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* Bezirksverordnung beachten.
Burgenland:
Aaskrähe*, Bekassine (Sumpfschnepfe), Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Elster*, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild: Schmalgeiß, Geiß und Nachwuchsstücke, Rotwild, Sikawild, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Schellente, Wildgänse: Blässgans**, Saat-, Grau- und Kanadagans, Wildkaninchen, Wildschwein (ausgenommen säugende Bache), Wildtauben: Ringel- und Türkentaube, Wildtruthahn, Wildtruthenne.
* § 2 In der Zeit von 1. 8. bis 15. 3 dürfen burgenlandweit insgesamt max. 3.500 Stück Aaskrähen und max. 500 Stück Elstern erlegt werden.
** schussbar nur für Reviere mit Ausnahmegenehmigung gemäß § 78 Abs. 4 Bgld. Jagdgesetz 2017
Auf Grund der genannten Umstände sind Nutria als Raubzeug im Sinne des Burgenländischen Jagdgesetzes 2017 idgF anzusehen.
Oberösterreich:
Aaskrähe*, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Elster*, Fasanhahn, Fasanhenne ab 16., Feldhase, Fuchs und Jungfuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Haselhahn, Marderhund, Mink, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild: Schmalreh, Rehgeiß und Kitz, Rotwild, Schneehase, Sikawild, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Reiher-, Tafel- und Schellente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein (säugende Bache geschont!), Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
*Sonderregelung Artenschutzverordnung
Steiermark:
Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Haselhahn, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild: Rehgeiß und Kitz, Schmalgeiß, Rotwild, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock- und Krickente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
Kärnten:
Aaskrähe**, Alpenhase, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Fasanhahn, Feldhase, Eichelhäher**, Elster**, Fischotter**, Biber**, Goldschakal, Fuchs, Gamswild*, Großes Wiesel, Haselhahn bis 15., Marderhund, Muffelwild*, Rehwild*: Rehgeiß und Kitz, Rotwild*, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkente, Wildgänse: Grau-, Saat- und Kanadagans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* nur im Rahmen des Abschussplanes
** Siehe Verordnung der Landesregierung vom 10.12.2024, 14.1.2025 und 25.3.2025.
Salzburg:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Eichelhäher*, Elster*, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Graureiher*, Großes Wiesel, Kormoran*, Lachmöwe, Marderhund, Muffelwild, Nebelkrähe*, Nutria, Rabenkrähe*, Rehwild: Rehgeiß und Kitz, Rotwild: Rothirsch (Klasse I und II bis 15.), Schmalspießer, Schmaltier, Rottier und Kalb, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Reiher- und Tafelente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* Dürfen nur im Rahmen geltender Bescheide gemäß Vogelabschussplanverordnung erlegt werden
Tirol:
Alpenschneehase, Alpenschneehuhn ab 15., Dachs, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Marderhund, Muffelwild, Rehwild: Geiß und Kitz, Rehbock Kl. III (einjährig), Rotwild: Rothirsch (Klasse I bis 15.), Rothirsch (Klasse II und III), Schmalspießer, Rottier und Kalb, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waschbär, Wildente: Stockente, Wildschwein, Wildtauben: Ringeltaube.
Vorarlberg:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Lachmöwe, Marderhund, Rehwild: Bockjahrling, Rehgeiß und Kitz, Rotwild: Rothirsch (Klasse I und IIb bis 15.), Rothirsch (Klasse III), Schmalspießer, Schmaltier, Rottier und Kalb, Schneehase, Schneehuhn, Steinmarder, Steinwild, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Tafel- und Reiherente, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.




