Damit du weißt, was es im Revier Neues gibt, vergiss nicht, im Jagdkalender zu schmökern.
Tage der Jagdruhe 2026
1. 1. Neujahrstag – gebietsweise jagen erlaubt
3. 4. Karfreitag
5. 4. Ostersonntag
25. 5. Pfingstsonntag
1. 11. Allerheiligen
2. 11. Allerseelen – gebietsweise jagen erlaubt
24. 12. Heiliger Abend – gebietsweise jagen erlaubt
25. 12. Christtag
Lostage
01.10.: Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat nur Verdruss.
21.10.: Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.
Bauernregeln
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein.
Bringt der Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen.
Was ist los im Revier?
Rehwild. Der Haarwechsel ist schon in den ersten Oktobertagen abgeschlossen. Lediglich vereinzelte kranke oder überaltete Stücke weisen noch Stellen auf, an denen die Sommerdecke durchscheint. Jene Stücke sollten nun in den jagdlichen Fokus rücken, da sie den kommenden Winter vermutlich nicht überleben würden. Während Bock- und Geißkitz mittlerweile anhand von Pinsel und Schürze gut voneinander zu unterscheiden sind, werfen die ersten adulten Böcke ihr Geweih ab.
Rotwild. Während in den Niederungen die Hirsche schon verstummt sind, geht es in den Bergrevieren mitunter noch heiß her. Die letzten Tiere sind brunftig und die Hirsche liefern sich erbitterte Kämpfe. Die älteren Kolosse verlassen schon gegen Ende der Brunft die Brunftplätze und stellen sich abseits in ruhige, gute Äsungsgebiete ein. Man kann junge Hirsche beobachten, wie sie suchend umherziehen und hoffen, selbst noch zum Zug zu kommen, während der Platzhirsch mit einem anderen Konkurrenten beschäftigt ist.
Muffelwild. Bereits zu Monatsbeginn merkt man, dass das Muffelwild unruhig wird. Die reifen Widder prüfen durch Aufziehen der Oberlippe (Flehmen), ob ein Schafbrunftig ist. Gegen Mitte des Monats ist der Höhepunkt der Brunft erreicht. Die seitlich liegenden Lichter ermöglichen dem Widder ein Blickfeld von 300°, wodurch er seine Kontrahenten bereits in einer Entfernung von bis zu einem Kilometer wahrnehmen kann. Nähert sich ein Konkurrent, so duellieren sie sich zunächst durch Parallelschreiten. Gibt keiner der beiden nach, so krachen sie mit ihren Schnecken aufeinander. Dieses Hörspiel kann man im ganzen Revier wahrnehmen.
Damwild. Rechtzeitig zu Monatsbeginn ist der Haarwechsel abgeschlossen. Das Damwild legt seinen Fokus nun auf die Brunft. Der Höhepunkt liegt in der zweiten Monatshälfte. Da Damenwahl herrscht, bleibt den Platzhirschen nichts anderes übrig, als in ihren – mit Urin ausgiebig markierten – Brunftkuhlen auf das Kahlwild zu warten.
Stockenten. Nachdem die Stockenten ihre Mauser seit einigen Wochen hinter sich haben, sind sie wieder voll ausgefiedert. Im Zuge der eingesetzenden Reihzeit beginnen die Erpel und Enten sich zu verpaaren, die entstandene „Entenehe“ hält in der Regel nur eine Saison lang. Dort, wo die Enten bereits seit August an Futterplätze gewöhnt wurden, sollte sich ein guter Strich zeigen.
Schusszeiten im September
Wien:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Fasan, Feldhase, Fuchs, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild: Rehbock und Jahrlinge bis 15., nicht führende Rehgeiß bzw. Schmalgeiß, Rehgeiß und Kitz, Rotwild, Sikawild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wiesel, Wildenten: Stock-, Reiher-, Tafel- und Schellente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Türkentaube ab 21.
Niederösterreich:
Blässhuhn, Dachs, Damwild, Eichelhäher*, Elster*, Fasan (Abweichungen durch bezirksweise Regelung möglich), Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Haselhahn, Marderhund, Muffelwild, Murmeltier, Nebelkrähe*, Nilgans, Rabenkrähe*, Rackelhahn, Rebhuhn*, Rehwild: Rehbock bis 15., Schmalgeiß, sonstige Geißen und Kitze, Rotwild, Sikawild, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wiesel, Wildenten: Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Schellente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* Bezirksverordnung beachten.
Burgenland:
Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn, Rehwild, Rotwild, Sikawild, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Knäk-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Schellente, Wildgänse: Blässgans**, Saat-, Grau- und Kanadagans, Wildkaninchen, Wildschwein (ausgenommen säugende Bache), Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* § 2 In der Zeit von 1. 8. bis 15. 3 dürfen burgenlandweit insgesamt max. 3.500 Stück Aaskrähen und max. 500 Stück Elstern erlegt werden
** schussbar nur für Reviere mit Ausnahmegenehmigung gemäß § 78 Abs. 4 Bgld. Jagdgesetz 2017
Auf Grund der genannten Umstände sind Nutria als Raubzeug im Sinne des Burgenländischen Jagdgesetzes 2017 idgF anzusehen.
Oberösterreich:
Aaskrähe*, Blässhuhn, Dachs, Damwild: Damhirsch, Damtier und Kalb ab 16., Edelmarder, Elster*, Fasanhahn ab 16., Feldhase ab 16., Fuchs und Jungfuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Haselhahn, Marderhund, Mink, Muffelwild, Murmeltier, Rebhuhn ab 16., Rehwild: Schmalreh, Rehgeiß und Kitz, Rotwild, Schneehase ab 16., Sikawild, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Reiher-, Tafel- und Schellente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein (säugende Bache geschont!), Wildtauben: Ringeltaube, Türkentaube ab 21.
*Sonderregelung Artenschutzverordnung
Steiermark:
Blässhuhn, Dachs, Damwild, Edelmarder, Fasan ab 16., Feldhase ab 16.*, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Großes Wiesel, Haselhahn, Kleines Wiesel, Marderhund, Muffelwild, Rebhuhn ab 16., Rehwild*, Rotwild, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock- und Krickente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
*Bezirksweise Regelungen
Kärnten:
Aaskrähe**, Alpenhase, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Fasanhahn ab 16., Feldhase, Eichelhäher**, Elster**, Fischotter**, Biber**, Goldschakal, Fuchs, Gamswild*, Haselhahn, Marderhund, Muffelwild*, Murmeltier bis 15., Rebhuhn, Rehwild*, Rotwild*, Steinmarder, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkente, Wildgänse: Grau-, Saat- und Kanadagans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringeltaube, Türkentaube ab 21.
* nur im Rahmen des Abschussplanes
** Siehe Verordnung der Landesregierung vom 10.12.2024, 14.1.2025 und 25.3.2025.
Salzburg:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Damwild, Eichelhäher*, Elster*, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Graureiher*, Kormoran*, Lachmöwe, Marderhund, Muffelwild, Murmeltier bis 15., Nebelkrähe*, Nutria, Rabenkrähe*, Rehwild, Rotwild, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Reiher- und Tafelente, Wildgänse: Grau- und Saatgans, Wildkaninchen, Wildschwein, Wildtauben: Ringel- und Türkentaube.
* Dürfen nur im Rahmen geltender Bescheide gemäß Vogelabschussplanverordnung erlegt werden
Tirol:
Alpenschneehase, Dachs, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Goldschakal, Haselhahn bis 15., Marderhund, Muffelwild, Rehwild, Rotwild, Steinmarder, Steinwild, Waldiltis, Waschbär, Wildenten: Stockente, Wildschwein, Wildtauben: Ringeltaube.
Vorarlberg:
Bisamratte, Blässhuhn, Dachs, Fasan, Feldhase, Fuchs, Gamswild, Lachmöwe, Marderhund, Rehwild: mehrjähriger Rehbock bis 15., Bockjahrling, Rehgeiß und Kitz, Rotwild, Schneehase, Schneehuhn, Steinmarder, Steinwild, Waldschnepfe, Waschbär, Wildenten: Stock-, Krick-, Tafel- und Reiherente, Wildschwein, Wildtauben: Ringeltaube, Türkentaube ab 21.




